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Wo informiere ich mich?

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Wer früher wissen wollte, was in der Welt geschieht, kaufte sich entweder eine Tageszeitung oder schaltete das Radio oder den Fernseher für die Nachrichten ein. Diese Zeiten sind vorbei.

Heute befinden wir uns im Zeitalter der Digitalisierung. Uns stehen viel mehr verschiedene Kanäle zur Verfügung. TV und Radio können zeitversetzt genutzt werden und im Internet kann ich selber bestimmen, wann und welche News ich konsumieren will. Für die meisten Leute sind Newssite heutzutage die Hauptquelle für Information (33%).

Nach wie vor geben aber auch noch viele Menschen an, dass sie regelmässig TV-Nachrichten (31%) wie beispielsweise die Tagesschau gucken. Zeitung zu lesen (18%) oder Radionachrichten (8%) anzuhören scheint lange nicht mehr so beliebt zu sein, wie früher. Gleich viele Befragte die News im Radio konsumieren, geben auch an News über Social Media (10%) zu nutzen.

 
 
 

„Die NZZ erschien bis 1969 dreimal am Tag. Drei mal drucken, drei mal verteilen, drei mal verkaufen.”

Studien zeigen, dass je nach Alter einer Person ganz andere Informationskanäle wichtig sind. Die Abbildung ganz unten im Post zeigt, dass Menschen über 55 sich noch am ehesten nur über die klassischen Medien wie Fernsehen oder Zeitung informieren. Das ist nicht weiter verwunderlich, schliesslich sind sie in einer Zeit gross geworden, in der es noch kein Internet gab. Dafür erschienen damals die Zeitungen noch mehrmals täglich in einer Morgen-, Mittags- und Abendausgabe!

 
 
 


Menschen zwischen 35 und 44 haben sich die digitale Medienwelt angeeignet. Für sie sind Newssites im Internet die zentrale Informationsquelle. Die jüngste Generation (18 bis 24) ist nicht nur mit dem internet gross geworden sondern lernte auch früh die Vor- und Nachteile von Social Media kennen. Wenn man also Menschen unter 30 fragt, wie sie an News gelangen, antworten viele: "auf Social Media"

 
 
Was ist ihre Hauptquelle für News?

Fundstelle: Jahrbuch Qualität der Medien Schweiz 2018

 

 

Information ist aber nicht gleich Information. Das heisst, im Fernsehen wird anders über Themen berichtet als in Zeitungen. News auf Social Media unterscheiden sich besonders stark von den traditionellen Nachrichten.

Untersuchungen zeigen, dass es bei Nachrichten, die über Social Media gestreut werden deutlich weniger um Politik oder die Wirtschaft geht. Auf Social Media werden vor allem News über Musiker, Sportler oder emotionale Storys, z.B. über einen Mordfall verbreitet (Jahrbuch Qualität der Medien Schweiz 2015, S. 33). Diese Art von News, nennt sich "Softnews". Man erkennt Softnews daran, dass man sich bei Lesen gut unterhalten fühlt.

Softnews haben natürlich auch ihre Berechtigung. Aber einer Zeitung, die nur auf Unterhaltung abzielt, würde definitiv etwas fehlen. Nachrichten über Politikerinnen und Politiker, neue Gesetze, Abstimmungen oder Berichte über die neusten Zahlen einer Bank nennt man "Hardnews". Über diese Themen Bescheid zu wissen, hilft einem, die Welt besser zu verstehen und mitdiskutieren zu können.

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Mehr zu diesem Thema findest du hier:

Jahrbuch Qualität der Medien Schweiz
JAMES Studie


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